Blick der Bürgerinnen und Bürger auf Ausstattungselemente des Stadtraums – Stadtmobiliar +
Erfahren Sie das Umfeld in Ihrem Aachener Stadtquartier mit einem ganz neuem Blick durch die Augen des Alltagsforschers / des ‚Wissenschaftsbürgers‘
Was soll untersucht werden ?
Die oft übersehenen Ausstattungsgegenstände im öffentlich zugänglichen Stadtraum, die uns das Leben leichter oder auch manchmal schwerer machen, weniger schön oder schöner. Beispiele sind Parkbänke, Haltestelleunterstände, Fahrradbügel, Schilder- u. Leuchtenmasten, Poller, Werbeflächen, WC-Anlagen, Abfallbehälter, Pflanzkübel usw. …
Was versteht man unter Citizen Science ?
Bürgerwissenschaft oder Citizen Science bedeutet Teilnahme von nichtstudierenden Bürgern an forschender Tätigkeit, verbunden auch mit der Aneignung wissenschaftlicher Standards. In diesem Fall geht es um die Mitarbeit an Bestandsaufnahmen vor Ort,
der sogenannten ‚Feldarbeit‘, also der Erfassung und Bewertung des Bestandes,
auch mittels Fotoaufnahmen und Kartierungen sowie Befragungen von Passanten.
Wer sind die aktuellen Beteiligten ?
Initiator des Projektes sind wir von Solidarstadt e.V. In einem ersten Schritt konnten wir mit unserer Projektidee Resonanz bei zwei Lehrstühlen der RWTH finden.
Die so angeregten Sommerseminare zum Thema in 2026 werden geführt von der Dozentin für Techniksoziologie Frau Prof. Dr. Lemm und Frau Dipl.-Ing. Söfker-Rienits vom Lehrstuhl für Städtebau.
Eine Unterstützung der Stadtverwaltung ist angefragt. Ansprechpartner der teilnehmenden Bürger können auch Fachleute des Vereins sein,
Vortrag der Projekteröffnung
Am 17.04.2026 fand dieser Vortrag als Einführung in das Projekt an der RWTH Aachen statt.
Der vollständige Vortrag steht als Download hier bereit:
Die Literatursammlung zum Vortrag ist ebenfalls als Download verfügbar:
Eine Auflistung der Ausstattungselemente ist der hier bereitgestellten Tabelle zu entnehmen:
Tabelle Stadtmöbel

zu Vortrag April 2026 von W. Langen Pos 2.c (Seiten 10 und 11)
Kargheit und dissoziale Ausgestaltung des Freiraums – egal ob öffentlich, halb-öffentlich oder privat – gehören zum Volkscharakter in deutschen Landen. Charakter ist nur schwer zu ändern.
Wenn dann auch noch öffentliche Verwaltungen die Ausstattung übernehmen und nicht der eigentlich Betroffene, der Bürger, ist die Sache fast hoffnungslos. Verwaltungen sind nicht mal „Anwalt“ der Bürger, sonderen eher deren Widersacher, auch wenn sie freundlichen Umgang pflegen.
Kargheit und dissoziale Ausgestaltung des Freiraums – egal ob öffenlich, halb-öffentlich oder privat – gehören zum Volkscharakter in deutschen Landen. Charakter ist nur schwierig zu ändern.
Wenn dann noch öffentliche Verwaltungen die Ausstattung übernehmen und nicht der eigenlich Betroffene, der Bürger ist die Sache fast hoffnungslos. Verwaltungen sind nicht mal „Anwalt“ der Bürger, sondern eher deren Widersacher, auch wenn sie freundlichen Umgang pflegen.
Wir sind uns einig, dass Vieles im Frei- und auch im Öffentlichen Raum stark verbesserungswürdig ist, das war ja Anlass der Recherche zum Thema Stadtmobiliar.
Solidarstadt e.V. sieht aber die Verwaltungen als – wenn auch nicht einfach anzusprechende – so doch fachkundige Ansprechpartner und bleibt hoffnungsvoll im Dialog mit ihnen.
Tatsächlich ist es auch ein Vereinsziel, die Einstellung des Bürgers zum Stadtbild bewusster und engagierter zu stimmen.